MfU-Logo
    


Buch–Projekt

Den Anstoß dazu gab der Wunsch eines Patenkindes, ihm ein Buch mitzubringen, ganz egal welcher Art. Der Wunsch wurde erfüllt, das Buch verschlungen und im Jahr drauf trug der Junge das Buch, das offensichtlich inzwischen viele Male gelesen worden war immer noch bei sich. Da war der Junge 15 Jahre alt. Das Buch: eine recht anspruchsvolle Einführung in die Astronomie.

Zumindest in dem Teil von Uganda den wir besuchen gibt es bisher keine Buchkultur, wie bei uns. Buchhandlungen, in denen wir uns stundenlang genüsslich stöbernd aufhalten, kennt man dort nicht. Eine ganz kleine Auswahl an Heften und Büchern ist im Schreibwarengeschäft zu kaufen. Wenige Menschen können Geld für diesen Luxus erübrigen.

Daher bekommen Vorschul– und Grundschulkinder Bücher fast nur in Händen von Lehrern zu Gesicht, eben als Schulbücher. Auch an weiterbildenden Schulen sind Bücher noch rar. Dabei ist einerseits Lesefähigkeit für den schulischen Bildungsprozess sehr förderlich und andererseits erweitern gute Bücher überall auf der Welt den Horizont sowohl von Kindern als auch von Erwachsenen. Bücher fördern die Selbständigkeit. Sie können zwar kurzfristig keinen Hunger stillen, wohl aber Nahrung für die Seele sein.

Der Bücherkoffer an der Mutolere Primary School…
Kinder bei der Gestaltung ihrer Bücher…
Kinder bei der Gestaltung ihrer Bücher…
erste Ergebnisse…
Hurra, die ersten Bücher sind fertig(1)…
Hurra, die ersten Bücher sind fertig(2)…
der Bücherschrank, Grundstein einer Kinderbibliothek…
Freude über die übergabe neuer Bücher…
  • Projekt–Start2016
  • Projekt–Endefortlaufend
  • Investition aus Spenden1.000 €

Seit wir den Kinderbuchverlag BAKAME in Kigali entdeckt haben, der Bücher produziert, qualitativ so ansprechend wie unsere Kinderbücher, wird auf dem Hinweg regel­mäßig der 5–km Umweg eingebaut um im Vorhinein online vorbestellte Bücher abzuholen. Vorteil gegenüber aus unserem Kulturkreis mitgebrachtem Lesestoff: Sie sind sowohl in der Muttersprache als auch in Englisch verfasst und befassen sich mit Themen oder Märchen aus der Erlebniswelt der Kinder.

Die ersten Bücherkoffer gingen an Grundschulen. Zur “Gewöhnung an die Materie” bastelten wir bereits wiederholt mit Kindern der dritten Klasse eigene kleine Bücher. Die eifrige Stille einer Klasse mit 60 Schülerinnen und Schülern bei der Herstellung und deren Stolz, das fertige Produkt in Händen haltend ist jedes Mal sehr bewegend. Dabei erfuhren wir, dass es eine kleine Schulbibliothek mit Bibliothekarin gibt, die hoffentlich nun mehr zu tun bekommen hat. Da bleiben wir dran.

Seit 2017 konnte der “Grundstein” gelegt werden für eine Präsensbibliothek im Gesundheitszentrum in Form eines großen abschließbaren Schrankes in einem für öffentliche Lesestunden geeigneten Raum mit Sitzmatten.

Dieser Schrank soll sich in den kommenden Jahren weiter mit Kinder– und Jugendliteratur in Englisch und der einheimischen Sprache Rufumbira füllen und vor Ort sollen Kräfte gefunden werden, die an möglichst regel­mäßigen Öffnungszeiten als Ansprechpartner zur Verfügung stehen.
Auch andere Aktionen wie Vorlesestunden sind denkbar. Oder wie wäre es irgendwann mal mit einer lit. MUTOLERE?